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28 Jan
2018

Empfehlungen zum Vorgehen nach Brustbiopsie und gutartigen Befunden

Die 1995 gegründete American Society of Breast Surgeons hat heute mehr als 3.000 Mitglieder in den Vereinigten Staaten und in 52 Ländern auf der ganzen Welt. Sie ist eine Vereinigung von Operateuren, die Patienten mit Brusterkrankungen behandeln. Ihr Ziel ist es die Praxis der Brustchirurgie ständig zu verbessern, indem sie sich für Chirurgen einsetzt, die Spitzenleistungen bei der Versorgung von Brustpatientinnen anstreben. Die Vereinigung bietet ein Forum für den Austausch von Ideen und fördert Forschung und Entwicklung fortschrittlicher Operationstechniken. Am 8. Januar 2018 hat die American Society of Breast Surgeons 5 Empfehlungen zum Vorgehen nach Brustbiopsie und gutartigen Befunden veröffentlicht.

1. Die pseudoangiomatöse Hyperplasie (PASH) der Brust ist eine gutartige Brustveränderung, charakterisiert durch Wachstum des Bindegewebes zwischen den eigentlichen Brustzellen. Festgestellt wird die PASH entweder als Auffälligkeit bei bei der Brustdiagnostik (Mammographie, Ultraschall, MR-Mammographie) oder bei der Tastuntersuchung als „Mammaknoten“. Die benigne PASH sollte nur bei Beschwerden wie Brustschmerzen, Brustvergrößerung oder fortschreitender Tumorbildung therapiert werden. Bei Patientinnen, die keine Symptome haben, bedürfen die Bereiche der pseudoangiomatösen Stroma-Hyperplasie (PASH) nach der Feinnadelbiopsie keiner chirurgische Entfernung.
2. Die mit einer Biopsie gesicherten Fibroadenome, die kleiner als 2 cm sind, werden regelmäßig nicht operativ entfernt. Eine Operation der Brust kann erforderlich werden, wenn die Fibroadenome für die Patientin störend sind oder an Größe zunehmen.
3. Ein Brustabszess ist eine bakterielle Infektion des Brustgewebes und bildet Eiteransammlungen, die schmerzhaft sein können. Vor einer Operation sollte der Versuch erfolgen den Eiter abzusaugen, bzw. den Abszess zu entleeren. Oft kann dieser Versuch – eventuell in Kombination mit einer spezifischen Antibiotikatherapie – eine operative Behandlung (Inzision, Biopsie und Drainage) vermeiden. Bei erfolgreicher Punktion und konservativer Behandlung resultieren weniger Narben und eine Operation in Narkose wird nicht erforderlich.
4. Die Routine-Mammographie sollte bei asymptomatischen Patientinnen mit unauffälligen Tast- und Ultraschalluntersuchungen unterbleiben, wenn nur noch eine geringe Lebenserwartung (< 5 Jahre) besteht. Bei solchen Patientinnen ist allenfalls ein geringer Nutzen zu erwarten und es besteht das Risiko von falsch positiven Befunden und nachfolgenden Eingriffen, von denen die Patientinnen nicht profitieren.
5. Schmerzfreie, flüssigkeitsgefüllte Brustzysten sind in der Regel harmlos. Wenn ein Ultraschalluntersuchung zweifelsfrei bestätigt, dass eine einfache Zyste vorliegt, ist eine Punktion nicht erforderlich. Ausnahmen: Sie sind aufgrund ihrer Größe störend für die Patientin oder es handelt sich um eine Zyste mit komplexen Merkmalen.

Diese Empfehlungen dienen ausschließlich Informationszwecken und sind nicht als Ersatz für die Konsultation eines Arztes gedacht. Patienten mit spezifischen Fragen zu den Punkten auf dieser Liste oder zu ihrer individuellen Situation sollten ihren Arzt, bzw ihre Ärztin konsultieren.

Für weitere Informationen, besuchen Sie www.breastsurgeons.org. 

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