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17 Okt
2017

Frauen können Druck auf die Brust bei der Mammographie künftig selbst steuern

In den USA wurde ein Mammographie-Gerät zugelassen, welches Patientinnen mit einer drahtlosen Fernbedienung selbst steuern können. Bei der konventionellen Mammographie ist zur Erzielung einer hohen Bildqualität nach wie vor die Patientinnen oft als unangenehm empfundene Brustkompression notwendig. 

Die FDA hat nun im August 2017 ein Mammagraphie-Gerät zugelassen, bei dem die Patientin selbst den Druck auf ihre Brust kontrollieren kann. Das „Senographe Pristina“ mit Selbstkompression ist ein digitales Mammographie-System, welches der Patientin eine aktive Rolle bei der Anwendung der Kompression ermöglicht. Das System verwendet eine drahtlose Fernbedienung mit der die Patientinn die Kompressionskraft nach ihren Vorstellungen einstellt. Zu Beginn der Mammographie positioniert die medizinisch-technische Radiologieassistentin (kurz: MTRA) die Patientin am Gerät und beginnt mit der Kompression. Die Patientin wird dann angeleitet die Kompression mit der Fernbedienung allmählich zu erhöhen, bis eine für sie erträgliche Kompression erreicht ist. Die MTRA entscheidet abschließend, ob die Kompression ausreichend ist oder angepasst werden muss.

Obwohl die regelmäßige Mammographie ein wichtiges Instrument zur Früherkennung von Brustkrebs und zur Kontrolle nach brusthaltenden Operationen ist, empfinden einige Patientinnen Angst oder Stress vor der Untersuchung, weil sie die schmerzhafte Kompression während der Mammographie fürchten. Das neue Gerät soll Patientinnen die Selbstkontrolle über die Intensität der Kompression ohne Qualitätsverlust bei den Aufnahmen anbieten. Die Zulassung erfolgte erst nachdem eine klinische Studie gezeigt hatte, dass der Einsatz einer Fernbedienung, um die Selbstkomprimierung zu ermöglichen, die Bildqualität nicht beeinträchtigt.

Kommentar Mammazentrum Hamburg: Die Mammographie wird in der Tat von vielen Patientinnen als unangenehm empfunden. Neben der Sorge um die Belastung mit Röntgenstrahlung wird auch die Schmerzhaftigkeit als Grund für unterlassene Untersuchungen angegeben. Letzteres würde mit dem neuen Gerät entfallen. Wir unterstützen alle Ideen und Konzepte, die zu einer häufiger Inanspruchnahme des Angebots der Früherkennung führen.

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