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28 Mrz
2018

Frühe REHA. Pro und Kontra

Nach überstandener Krebserkrankung tut es vielen gut, wieder arbeiten zu gehen. So falle es leichter, die Erkrankung hinter sich zu lassen, erklären die Experten des Deutschen Krebsforschungszentrums (DKFZ).

Kontra zu frühe REHA
Um den Übergang zurück in den Berufsalltag zu erleichtern, können Patienten eine Reha machen. Dafür sollten sie allerdings wieder ausreichend belastbar sein. Die Krankenkassen fordern Krankgeschriebene laut DKFZ mitunter auf, einen Reha-Antrag zu stellen, obwohl sie längst noch nicht wieder fit für den Wiedereinstieg sind. Wird der Antrag auf eine Rehamaßnahme wegen mangelnder Erfolgsaussichten abgelehnt, kann es passieren, dass er direkt in einen Rentenantrag umgewandelt wird. Manche Betroffene rutschen so ungewollt in die Rente. Das DKFZ rät daher, sich unabhängig und umfassend beraten zu lassen, bevor man der Aufforderung der Kasse nachkommt.

Außerdem sei es hilfreich, sich über Möglichkeiten des Wiedereinstiegs zu informieren. Für manche kommt es zum Beispiel nicht infrage, in den alten Beruf zurückzukehren. Dann kommt eventuell eine Umschulungsmaßnahme infrage. Möglichkeiten, sich zu informieren, haben Betroffene bei den Kranken- und Rentenkassen, bei Kliniksozialdiensten, Krebsberatungss

Pro frühe REHA

Die Gewährung einer AHB durch die Deutsche Rentenversicherung (DRV) ist an Fristen nach Ende der akutmedizinischen Behandlung gebunden. Diese belaufen sich auf ca. 2 Wochen bei den Deutschen Rentenversicherungsträgern der Länder und auf 5 Wochen bei der DRV Bund. Werden diese Antragsfristen überschritten, wird die AHB in eine stationäre Nachsorge umgewandelt, was häufig zum Verlust einer Wiederholungsmaßnahme nach einem Jahr führt. Dies könnte sich nachteilig für den Langzeitverlauf des Betroffenen auswirken. Darüber hinaus existieren Daten der DRV, die aufzeigen, dass eine verzögerte Beantragung einer AHB zu einem schlechteren sozialmedizinischen Verlauf führt. Diese Patienten laufen eher Gefahr, eine verzögerte und auch kompliziertere Rückführung ins Erwerbsleben zu haben. Darüber hinaus verstärkt sich die Gefahr, den Arbeitsplatz gänzlich zu verlieren, aus dem Erwerbsleben auszuscheiden und damit in die Armutsfalle zu geraten.
So die Empfehlung von Prof. Dr. med. Oliver Rick, Sprecher der AG ontologische Rehabilitation und Sozialmedizin der DKG

Mammazentrum Hamburg: Bevor Sie sich spontan entscheiden, nutzen Sie Möglichkeiten, sich zu informieren. Betroffene können sich bei den Kranken- und Rentenkassen, bei Kliniksozialdiensten, Krebsberatungsstellen oder Integrationsfachdiensten beraten lassen. Allgemeine Informationen stellt der Krebsinformationsdienst zur Verfügung. Dort finden Sie auch zum Laden und Ausdrucken das Informationsblatt “Sozialrechtliche Ansprechpartner” (PDF)

infos unter  www.krebsinformationsdienst.de/leben/alltag/rehabilitation-nach-krebs.php
0800–420 30 40 oder krebsinformationsdienst@dkfz.de

 

 

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