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22 Jun
2017

Keine Angst vor Mammographie bei erhöhter Brustdichte

Bei der heutigen Mammografietechnik ist das Risiko durch die Strahlenbelastung im Vergleich zum Nutzen der Untersuchung relativ gering. Dennoch sind viele Frauen in diesem Punkt skeptisch, insbesondere dann, wenn sie von ihrem Radiologen erfahren haben, dass sie „dichtes Brustgewebe“ haben, welches für sich genommen ein erhöhtes Brustkrebsrisiko birgt.

Um herauszufinden, ob bei dichterem Brustgewebe auch mit einer höheren Strahlendosis zu rechnen ist, hat das Team um Dr. Jonathan V. Nguyen von der University of Virginia die Mammografiedaten von 434 Frauen ausgewertet, die sich 2014 am radiologischen Zentrum der Universität einem Brustkrebsscreening unterzogen hatten. Dabei kamen zwei verschiedene digitale Mammografiegeräte zum Einsatz, welche in der Lage waren, Brustdichte und mittlere Parenchymdosis (AGD) zu messen. Die untersuchten Frauen waren im Schnitt 58 Jahre alt, der BMI lag im Mittel bei 26,8.
In der Analyse war die Strahlungsdosis in erster Linie abhängig von der komprimierten Brustdicke. Die Dicke der Brust war für den Großteil, nämlich 76% der erhaltenen Strahlungsdosis, verantwortlich. Auf die Brustdichte entfielen dagegen nur 8%.
Können diese Ergebnisse generell gelten? Einschränkungen bei der Übertragbarkeit der Befunde ergeben sich aus der Tatsache, dass die Untersuchungen nur aus einem einzigen Zentrum stammen und lediglich zwei Gerätetypen zum Einsatz kamen. „Die gerätespezifische Programmierung kann zu Unterschieden in der Röhrenspannung, der externen Filtration, der Röhrenstromstärke und der Expositionsdauer führen“, bemerken Nguyen und sein Team.

Fazit: Grundsätzlich müssen Frauen mit besonders dichtem Brustgewebe offenbar nicht fürchten, dass sie bei der Mammografie deutlich mehr schädliche Strahlung abbekommen als andere. Es gibt jedenfalls keinen Anlass, die Mammografie deswegen abzulehnen, so die Ergebnisse dieser Studie.

Kommentar Mammazentrum Hamburg: Bei hoher Brustdichte ist die alleinige Sonographie nicht ausreichend. Deshalb sollte zur optimalen Früherkennung der Ultraschall mit der Mammographie kombiniert werden.

 
Quelle: Dr. Elke Oberhofer
https://www.springermedizin.de

Nguyen JV et al. Do women with dense breasts have higher radiation dose during screening mammography? Breast J 2017, online 7. Juni; doi: 10.1111/tbj.12833


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