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2 Okt
2018

Brustkrebs: Wie soll es nach der Therapie weitergehen?

Eine große Bandbreite möglicher Therapien sorgt mittlerweile dafür, dass die Mehrheit der Frauen mit Brustkrebs die Erkrankung überlebt. Wenn die Therapie erfolgreich ist, können die Patientinnen und Patienten erst einmal aufatmen. Aber wie geht es nach einer einschneidenden Krebserkrankung weiter? Werden Reha-Leistungen in Anspruch genommen? Wie sieht es mit der Rückkehr in den Beruf aus? Es ist wichtig geworden sich mit den Fragen des Langzeitüberlebens zu beschäftigen.

 „Wir haben Anhaltspunkte dafür, dass etwa 60 Prozent der Brustkrebspatientinnen und -patienten Reha-Leistungen in Anspruch nehmen“, berichtet Prof. Dr. Nicole Ernstmann „Außerdem kehren viele vor der Erkrankung noch Berufstätige nicht in ihren Beruf zurück.“ Welche Ursachen das hat, darüber ist die Datenlage noch dürftig. Das neue Projekt „Breast Cancer Patients‘ Return to Work” (B-CARE) will Ursachen und Hindernisse aufspüren. In den nächsten beiden Jahren sollen 530 ehemalige Brustkrebspatientinnen persönlich und postalisch befragt werden. Durch die zusätzliche Nutzung von im Rahmens Nationalen Krebsplans gewonnenen Daten  soll es erstmals möglich sein, die individuellen Erfahrungen, Präferenzen und Entscheidungen bezüglich Rehabilitation und beruflicher Wiedereingliederung von Frauen nach einer Brustkrebserkrankung umfangreich abzubilden.

„Ein wichtiger Aspekt der sozialen Teilhabe und Wiedereingliederung nach einer Brustkrebserkrankung ist die Rückkehr zur Arbeit“, sagt Ernstmann. Vor diesem Hintergrund sei es das Ziel von B-CARE, die psychosozialen Faktoren zu untersuchen, die die Inanspruchnahme von Rehabilitationsleistungen und die Rückkehr in den Beruf begünstigen.

Die Forschungsstelle für Gesundheitskommunikation und Versorgungsforschung an der Klinik und Poliklinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie, das Centrum für Integrierte Onkologie (CIO)  Bonn und die Deutsche Krebsgesellschaft führen nun gemeinsam ein Projekt durch, das diese Fragen beantworten soll. Die Deutsche Rentenversicherung fördert das Vorhaben in den nächsten zwei Jahren mit insgesamt 167.000 Euro. Prof. Ernstmann vom Universitätsklinikum Bonn und Dr. Christoph Kowalski von der Deutschen Krebsgesellschaft leiten gemeinsam das Projekt, das von der Deutschen Vereinigung für Soziale Arbeit im Gesundheitswesen e.V. und der Frauenselbsthilfe nach Krebs e.V. unterstützt wird.

Mehr Informationen im. Internet:  www.ukbonn.de/chsr

 

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