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6 Mrz
2018

Lebensmittelsicherheit: Warnungen und Information der Öffentlichkeit

Verbraucherinnen und Verbraucher werden nach wie vor nicht umfassend und schnell genug vor gesundheitsgefährdenden Lebensmitteln gewarnt, weil die Behörden Rückrufe oft erst verspätet online stellen (Foodwatch).
Die Bundesländer oder das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) publizieren zwar auf dem staatlichen Internetportal lebensmittelwarnung.de vor potentiell gesundheitsschädlichen Lebensmitteln, jedoch erfahren Verbraucherinnen und Verbraucher häufig nichts davon. In der Regel handelt es sich um Hinweise der zuständigen Behörden auf eine eine Rücknahme- oder Rückrufaktion durch den Lebensmittelunternehmer. 161 Mal warnten die Behörden im Jahr 2017 in Deutschland auf dem staatlichen Internetportal vor Lebensmitteln, Eine Auswertung von Foodwatch ergab, dass im Schnitt drei Rückrufe pro Woche erfolgen. Tatsächlich dürften es sogar noch mehr sein, denn laut Foodwatch veröffentlichen die Behörden nicht alle Produktrückrufe auf dem Portal. Auch die Reichweite des Portals ist aus Sicht der Organisation nicht zureichend – die meisten Produktrückrufe würden die Menschen nicht erreichen. Die Seite ist seit Ende 2011 online. Seitdem sind dort über 700 Warnungen veröffentlicht worden – davon 15 im laufenden Jahr. Als zentrale Informationsplattform für Verbraucherinnen und Verbraucher ist lebensmittelwarnung.de aus Sicht von foodwatch gescheitert. Obwohl die Zahl der öffentlichen Lebensmittelwarnungen weiter gestiegen ist, erscheint jede zweite Warnung mit deutlicher Verspätung. Auch Supermärkte informieren ihre Kunden häufig unzureichend.Dies ergab ein Test von foodwatch 2017.
Ein bereits 2011 zwischen Bund und Ländern fest vereinbarter E-Mail-Newsletterservice über Produktwarnungen ist bis heute nicht eingerichtet.
Empfehlenswert ist daher der food-monitor. Sie können einen kostenlosen Newsletter abonnieren, der laufend aktuelle Meldungen zur Sicherheit von Lebensmitteln, Ernährung, Bewegung und Gesundheit sowie Koch- und Küchentipps und Rezepte zur Verfügung stellt.
Nur wenigen ist bekannt, dass auch das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR)  über bedenkliche und unbedenkliche enthaltene Inhaltsstoffe, Lebensmittelzusatzstoffe sowie Rückstände und Verunreinigungen informiert. Hinzu kommen Hinweise auf das Risiko von Lebensmittelinfektionen durch Keime (Bakterien oder Viren) und Parasiten im Lebensmittel, die vom Tier über das Lebensmittel auf den Mensch übertragen werden können. Zur Beurteilung möglicher gesundheitlicher Risiken für den Verbraucher durch Pflanzenschutzmittel und pharmakologisch wirksame Substanzen in Lebensmitteln führt das BfR Risikobewertungen anhand eines abgestimmten Leitfadens durch, der allerdings nicht unumstritten ist.

Kommentar Mammazentrum Hamburg: Gerade für erkrankte Menschen, die sehr auf ihre Ernährung achten, sind Informationen über die Gefährdung durch Lebensmittel und mit Lebensmitteln verwechselbare Produkte von großer Wichtigkeit. Derzeit müssen Patientinnen Informationen der Lebensmittelunternehmer und behördliche Warnungen aktiv selbst ermitteln. Ein E-Mail-Newsletterservice über Produktwarnungen sollte deshalb möglichst schnell umgesetzt werden.

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